7,2 Volt Ni-MH direkt am RX9

  • Hallo zusammen,


    ich baue gerade an einem 3D-gedruckten Gabelstapler, dieser hat für den Antrieb, die Mastverstellung und die Hubfunktion 360-Grad-Servos verbaut, ( TowerPro 996), diese können lt. Beschreibung mit 7,2 Volt betrieben werden. Im Moment habe ich an einem der Servo´s den SBEC 4 ( auf 6 Volt) und dann zum Fahrakku. Es funktioniert auch alles, aber es ist sehr sehr langsam. Meine Frage wäre wenn ich das SBEC weglasse, und den Fahrakku direkt an den Empfänger anklemme, der soll ja 7,2 Volt können, aber ein voll geladener Akku hat ja mehr als 7,2 Volt, geht da was kaputt, oder kann es noch andere Gründe geben warum das alles so langsam ist ?

    Die Lenkung läuft auch über ein TowerPro 996 allerdings nur 180 Grad, der arbeitet mit normaler Geschwindigkeit, daher glaube ich schon fast das es nicht an dem Strom liegt, sondern sich die Servo´s nicht gut mit meiner HS 16 "vertragen"


    gruß Markus

  • Hallo Herr Völker,

    danke für die Nachricht, das habe ich jetzt schon gemacht, dann wird es etwas besser, aber noch nicht zufriedenstellend, und mit der Voltangabe der Servo´s haben Sie Recht, da habe ich mich vertan.

    Vielleicht baue ich das auf Servo´s von Hitec um, die HSR 2645CRH, die können lt. Beschreibung 7,4 Volt ab, und sind lt. Angaben auch schneller, ich habe die TowerPro mal getestet, da komme ich auf ca. 32 U/min, die Hitec würden bei 6V auf 58 U/min kommen lt. Angabe.

    Ich hätte nochmal eine andere Frage, in dem Gabelstapler sitzt pro Seite ein Servo für den Antrieb, damit "schiebt" der Gabelstapler ganz schön über die Hinterachse, könnten man in der HS 16 Mischer programmieren das eine Seite des Antriebes immer abgebremst wird wenn man einlenkt, also wenn man nach links lenkt das das linke Servo vorne langsamer wird, das gleiche natürlich für die andere Seite.


    Für Ihre Mühen bedanke ich mich im voraus


    mit freundlichen Grüßen


    Markus Anders

    • Official Post

    Sie haben jetzt mit den Servos zwei geregelte Antriebe links und rechts. Das ist in diesem Fall eher ungünstig, da fehlt das "Differenzial". Sie können zwar mit dem Kreuzmischer (Seite 15 Anleitung) von der Lenkung etwas auf die Antriebe mischen. Die Sache hat aber eine Haken: Wenn Sie auf der Stelle die Lenkung einschlagen, versucht das Modell dann wie ein Panzer auf der Stelle zu drehen...

  • Hallo Herr Völker,


    Danke für die Antwort, ich habe mir schon gedacht das das nicht so super wird, mit dem Differenzial wird das etwas schwierig wegen der Einbausituation, aber ich schaue mir das nochmal genauer an.


    gruß Markus

  • Hallo Marcus,


    Ich hatte auch schonmal sie ein ähnliches Problem mit zwei Motoren. Ich habe es dann folgendermaßen gelöst:

    Auf jeder Achse einen Getriebemotor und einen gemeinsamen Fahrtregler. Die Motoren habe ich dann in Reihen geschaltet, so wirken sie quasi wie ein Differenzial, weil je nach Belastung der eine Motor mehr oder weniger Strom ziehen kann. Du hast dann natürlich nur noch die halbe Spannung an den Motoren. Ich habe deshalb kleine 4,5 oder 6V Motoren genommen und einen 3S Lipo. Oder die Drehzahl reicht dir bei halber Spannung aus. Funktioniert bei mir im Stapler einwandfrei.

    Mit deinen Servoantrieben wird das natürlich etwas trickie, da müsstest du die Elektronik abklemmen, die beiden Servomotoren in Reihe anklemmen und einen kleinen externen Fahrtregler für beide Motoren verwenden.

    Viel spaß beim basteln.


    Gruß Jochen

  • Hallo Marcus,


    Ich hab dasselbe gemacht wie Jochen, bei meinem Stapler, allerdings in Parallelschaltung. Ergebnis kann effektiv ähnlich sein, mit dem Unterschied, dass die Spannung nicht halbiert wird bzw kein größerer Akku notwendig wird.


    Die Praxis des ganzen ist natürlich komplexer, sodass es in Reihenschaltung eben nicht bedeutet, dass es sich die Spannung genau halbiert und sich durch das Lastverhalten und eben nicht unbedingt ein optimales Differential-ähnliches Verhalten ergibt.

    Der Strom bleibt in Reihenschaltung für beide Motoren zwingend gleich, was das Problem an der Sache ist.


    Verkürzt gesagt ist die Spannung maßgeblich für die mögliche Drehzahl an einem Gleichstrommotor verantwortlich, während der Strom vielmehr für die Kraft verantwortlich ist. Das Zusammenspiel beider ist allerdings effektiv relevant.


    Das bedeutet bei gleicher Last oder im Leerlauf halbiert sich die Spannung.

    Bei ungleicher Last verteilt sich die Spannung. Sodass der weniger belastete Motor mehr Spannung abbekommt, was in einer Erhöhung dessen Leerlauf-Drehzahl endet. Der Strom steigt unter Last für beide gleichermaßen an.

    Allerdings limitieren sich die beiden durch die Reihenschaltung im Strom gegenseitig. Was bedeutet, dass nie der maximal nötige Strom fließt wenn die Last ungleich ist. Das resultiert dann eigentlich maßgeblich in einer Limitierung mangels Strom für die Motoren, da der niedriger belastete Motor weniger Strom anfordert (höherer Anker-Wiederstand). Bedeutet der Motor kann nie die Nenn-Drehzahl erreichen, weil Spannung fehlt. Dem belasteten Motor wird durch denn anderen der Strom begrenzt. Was am Ende bedeutet, dass sie beide in ihrer Leistung beschnitten werden.

    Um denn notwendigen Strom erreichen zu können, muss also die Spannung deutlich höher ausfallen, aber auch dass gleicht das Problem nur bedingt aus und bringt neue Probleme mit sich.


    Das klingt zwar durch das Spannungsverhalten nach einem Differentialverhalten ist es aber nicht ganz, da die Leistung durch das Lastverhalten abfällt, weil sich der Gesamtwiderstand negativ auf den Strom auswirkt. Es erfordert also ein nachregeln.


    Problematisch wird es dann wenn beispielsweise ein Motor blockiert, so bekommt der jeweils andere Motor nahezu die volle Spannung ab, während der blockierte Motor denn Strom aushalten muss (Überlastung durch mangelnde Kühlung). Und andersherum heikel für den anderen Motor wenn die Spannung erheblich höher ist.

    Das sollte also ein Motor dann aushalten können, wenn er derartig betrieben wird bzw. es sollte nicht zur langanhaltend Blockade kommen. Oder aber der Motor wird absichtlich überdimensioniert.

    Aber auch das löst nicht das Problem des Leistungsabfall.


    In der Praxis wird das vermutlich meist gut gehen, bei kleinen Modellen, wo die Last keine so große Rolle spielt. Garantieren dass nichts kaputt geht kann man allerdings nicht.

    Bei Kurvenfahrt kann es sein dass man bei entsprechender Last den Leistungsabfall merken kann.


    Bei einer Parallelschaltung gibt es solche Probleme in dieser Weise nicht und man muss sich auch nicht so ein Kopf über die Motorenwahl machen.

    Man wählt denn Motor ganz einfach nach der Spannung bzw. denn Akku nach dem Motor.

    Wie man es auch sonst mit einem einzelnen Motor macht.


    In einer Parallelschaltung liegt an beiden Motoren die gleiche Spannung an.

    Der Strom teilt sich entsprechend dem Lastzustand der einzelnen Motoren auf.

    Wenn ein Motor stärker belastet wird (z.B. das kurveninnere Rad bei einer Fahrt), sinkt effektiv sein Anker-Widerstand. Dadurch fließ mehr Strom durch diesen Motor und er dreht langsamer.

    Der andere Motor (kurvenäußeres Rad), der weniger Last erfährt, zieht dadurch weniger Strom (da dessen Anker-Wiederstand durch die geringe Last steigt) und kann schneller drehen.

    Dieses Verhalten ähnelt der Funktion eines Differenzials: Das Rad mit weniger Widerstand (weniger Last) kann schneller drehen (die Gesamtspannung ist konstant und der Gesamtwiderstand der Schaltung bleibt nahezu gleich - Respektive bleibt die Leistung nahezu gleich).


    Bedeutet die Parallelschaltung wäre für solch eine Anwendung die bessere und sichere Wahl.


    Solche Methoden können ein Differential ähnliches Verhalten zwar nachbilden. Ein richtiges Differential verteilt die Leistung allerdings besser (Was bei kleinen Modellen wahrscheinlich meist zu vernachlässigen ist bzw. baulich schwieriger zu realisieren ist).


    Der gewünschte Effekt lässt sich so aber zufriedenstellend nachbilden. Und macht gerade bei einem Stapler enorm viel aus, was die Wendigkeit betrifft


    Liebe Grüße Marina

  • Hallo Marina,


    danke für die positiven Antworten, das mit der Paralellschaltung der Motoren klingt für mich am besten, wie genau müsste ich die anschliessen, im Moment habe ich beide Motoren an einem Fahrtregler, den einen normal, den anderen die Plus und Minus Anschlüsse vertauscht damit der auch in die gleiche Richtung dreht, was müsste ich da ändern ?


    Besten Dank im voraus für eure Antworten


    Markus

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